Fünf Tage zu Gast bei den Indianern

„Wo sind all die Indianer hin …“, eigentlich müsste der Song lauten „Wo sind alle Pfadfinderinnen hin …“, denn über Pfingsten wurde es ganz schön ruhig in einigen Orten der Diözese Augsburg. Über 90 Wichtel, Pfadis, Caravelles und Ranger nutzten die Pfingstferien um nach Legau zu fahren, dort zu zelten und mit einem bunten Programm in die Welt der Indianer einzutauchen.

Ein Lederstirnband mit Federn ist gleich gebastelt und so verwandelten sich die Pfadfinderinnen schnell in echte Indianerinnen, die dann natürlich nicht mehr Monika oder Lena heißen, sondern auf schöne Namen wie „Rote Blume“ oder „Flinker Puma“ hören. Zusammen gestalteten sie auch eine Regenrinne zu einem Marterpfahl um und aus dem Zeltplatz im Unterallgäu wurde die perfekte Kulisse für fünf Tage Indianerlager.

„Witchi-tai-tai“, so erklang jeden Morgen der Lagersong beim Tanz um den Marterpfahl als Einstimmung für einen aufregenden Tag. Bei den Pfadfinderinnen gab es einiges zu erleben. Für eine richtige Indianerausrüstung mobilisierten sie alle kreativen Geister und bedruckten und batikten T-Shirts, nähten Mokassins und Ledertäschchen und flochten bunte Zöpfe mit Federn und Perlen. Bei einem Postenlauf bewiesen die Mädchen, dass sie wie die Indianer Feuer machen, Fährten lesen und Knoten binden können. Dass gesundes und ökologisches Essen auch noch lecker sein kann, zeigte nicht nur das Kochteam, das die Mädchen jeden Tag auf ein neues die Mädchen kulinarisch verwöhnte; die Teilnehmerinnen lernten selbst bei verschiedenen Workshops, wie man selber Holundersirup oder Löwenzahnsirup kocht, Gummibärchen macht oder am Lagerfeuer Spiegeleier brät.  Auch musikalisch war einiges geboten, neben dem indianischen Lagersong, der immer wieder gesungen wurde, nicht nur um die Wettergeister zu beschwören, bastelten die Pfadfinderinnen Trommeln und Regenmacher und studierten Tänze ein. Höhepunkt des Lagers war eine lange Wanderung. Ocumgache, die kranke Tochter des Häuptlings, brauchte die Hilfe ihrer neuen Indianerfreundinnen, damit diese ihr das Rezept für eine Heilsalbe vom Fährmann bringen. Zum Glück hatten die Pfadfinderinnen zuvor am Lagerplatz schon einiges über die Indianer gelernt und so konnten sie auf dem Weg zur Illerfähre alle Prüfungen meistern und mit der richtigen Kräutermischung die kleine Indianerin heilen. Abends am Lagerfeuer feierten sie dann wie jeden Tag bis spät in die Nacht hinein mit Tschai und Stockbrot.

Bei so vielen spannenden Programmpunkten verging die Zeit viel zu schnell und als nach fünf Tagen die Busse am Zeltplatz ankamen, um die neuen Indianerinnen wieder nach Hause zu bringen, sah man einige traurige Gesichter. Aber zum Glück gibt es ja schon bald wieder die Gelegenheit die neuen und alten Freundinnen wiederzutreffen und viele weitere Abenteuer zu erleben.

 

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